Mal hü und mal hott? Nicht beim Futter!

Wie Du Pferde richtig fütterst – und wann Du es besser lässt

Bist Du schon mal an einer Pferdekoppel vorbeigekommen und hast die zahmen Riesen mit etwas Gras gefüttert? Gerade auf dem Land kommt es oft vor, dass Pferde von fremden Spaziergängern einen kleinen Snack bekommen. Was gut gemeint ist, kann allerdings dramatische Folgen haben. Das falsche Futter oder eine plötzliche Nahrungsumstellung können den empfindlichen Verdauungstrakt von Pferden schwer durcheinanderbringen. Deshalb erfährst Du hier, wann es okay ist, ein Pferd zu füttern, was es in der Regel fressen darf und was Du ihm besser nicht geben solltest.

Was Pferde nicht fressen dürfen

Bevor Du ein fremdes Pferd fütterst, solltest Du immer bei seinem Halter nachfragen, ob und was Du dem Tier geben darfst. Es gibt nämlich einige Dinge, die für Pferde giftig oder nur sehr schwer verträglich sind. Auch Krankheiten können eine Rolle bei der Ernährung eines Pferdes spielen. Nicht selten kommt es durch Fremdfütterung zu Koliken, Magengeschwüren oder Entzündungen, die für das Tier sogar tödlich enden können.

Um das zu verhindern, haben wir eine Liste von Dingen zusammengestellt, die Pferde auf gar keinen Fall fressen sollten:

Außerdem wachsen am Rand von Feldwegen oder Wiesen oftmals Bäume und Sträucher, deren Früchte und Blätter giftig für Pferde sind. Gebe auch diese niemals einem Pferd zu fressen:

(Adler-)Farn

Ahorn, Eibe

Blauer Eisenhut

Gefleckter Schierling

Jakobskreuzkraut, Johanniskraut, schwarzes Bilsenkraut

Schwarze Tollkirsche, Stechapfel

Was Pferde fressen dürfen

Es gibt aber auch eine Menge von Dingen, die Du normalerweise bedenkenlos an ein Pferd verfüttern kannst. Hole Dir aber auch hierbei erst die Zustimmung des Halters ein. Pferde können genauso wie wir Menschen Unverträglichkeiten haben oder müssen krankheitsbedingt spezielle Ernährungspläne einhalten, die Du auf keinen Fall durcheinanderbringen solltest.

Diese Dinge dürfen Pferde in der Regel fressen:

Obst

Äpfel und Birnen (ohne Kerne und im Idealfall geschnitten, um eine Schlundverstopfung zu verhindern)

Bananen (ohne Schale)

Wassermelone (ohne Kerne und ohne Schale)

Gemüse

Möhren (ohne Grün)

rote Beete

Kopfsalat

Getreide

Heu

Maissilage

Hafer

Gerste

Vom Sorgenfall zum Sonnenschein

Abschließend möchte ich Dir gern zwei unserer Gnadenhofpferde vorstellen, die eine aufwühlende Ernährungsvergangenheit hinter sich haben. 


Als Archie zu uns kam, war er in einem besorgniserregenden Zustand. Der Arabo-Haflinger wurde gemeinsam mit seinem Freund Harlekin vom Amt aus schlechter Haltung befreit, wo er nicht nur kaum gepflegt, sondern auch nicht richtig ernährt wurde. Dabei sind das so wichtige Bestandteile der Gesundheit eines Pferdes!

Bei uns angekommen, wurden er und Harlekin wieder aufgepäppelt. Wir wissen, welche Pflege und Ernährung Pferde brauchen und wie individuell ihre Bedürfnisse sein können. Inzwischen sind die zwei so fit und lebensfroh wie nie zuvor. Als Gnadenhoftiere verbringen sie gemeinsam mit einigen anderen Vierbeinern ihren Lebensabend beim Allgemeinen Tierhilfsdienst e.V. Möchtest Du mehr über unsere Gnadenhoftiere erfahren?

Hier gehts weiter!

Weitere interessante Infos rund um die richtige Ernährung unserer geliebten Tiere findest Du in unserem Pfotenratgeber „Was dürfen Hunde fressen – und was nicht?“.