Igelhaus bauen – Ein sicheres Dach über dem Kopf

So baust Du ein Igelhaus

Die Temperaturen werden milder, die Blätter färben sich langsam in ein warmes Rot oder Orange und schon bald weht der Wind sie zu Boden. Der Herbst bringt viele Veränderungen mit sich. Während wir uns bei ungemütlichem Wetter auf dem Sofa in eine Decke kuscheln können, sind Wildtiere ihrer Umwelt einfach ausgesetzt – so auch Igel. Um den kleinen Stacheltieren den Herbst und den bevorstehenden Winter etwas zu erleichtern, kannst Du ihnen ein Igelhaus bauen. Wie das geht, erfährst Du unten.

Das Material

Alles, was Du für den Bau eines Igelhauses brauchst, findest Du im Baumarkt.

Die Holzzuschnitte

Wenn Du alles besorgt hast, was Du für den Igelhausbau benötigst, kann es losgehen. Zuerst musst Du die Holzbretter mit der Stichsäge zusägen und anschließend die Sägekanten mit dem Schleifpapier abrunden.

Säge die Bretter so zu wie hier auf der Abbildung:

Der Aufbau des Igelhauses

Sobald Du alle Holzbretter zugeschnitten und abgeschliffen hast, geht es mit dem Aufbau weiter. Hierfür benötigst Du die Holzschrauben und Nägel, den Holzbohrer und den Akkuschrauber.

Bohre zunächst an den markierten Stellen mit dem Holzbohrer Löcher vor. Insgesamt müssen es 15 Löcher sein. Dann schraube die Bretter 1, 3 und 4 wie auf der Abbildung zusammen.
 
Achte darauf, dass Du die Bretter mit der Nummer 3 so ausrichtest, dass die höhere Seite nach vorn zeigt. So kann später Regenwasser nach hinten abfließen.

Wenn Du die Trennwand platziert hast, verschraube sie mit der Vorder- und Rückseite des Igelhauses (Bretter
1 und 4).
 
Auf diese Weise ist der Igel in seinem Häuschen vor Wind und Regen geschützt, der durch die kleine Tür reinkommt.

Zuletzt wird das Dach des Igelhauses gebaut. Hierfür brauchst Du Brett 5 und die zwei Holzleisten 6. Nagele die Leisten so an der Unterseite des Dachbretts fest, dass rechts und links der kurzen Seiten sowie zur oberen bzw. unteren Dachkante je 70 mm Platz sind. Auch hier kann Dir unsere Abbildung weiterhelfen:

Lege das Dach nur locker auf das Häuschen auf und befestige es nicht zusätzlich mit Nägeln oder Schrauben. Durch die schmalen Holzlatten vorn und hinten kann es nicht verrutschen.
 
Anschließend bringe die Dachpappe auf der Außenseite des Dachbretts an, um das Holz vor Witterung zu schützen. 

Optional kann auch eine Art Schwingtür eingebaut werden, durch die Igel problemlos ein- und ausgehen können, während Ratten der Zugang verwehrt bleibt.

Das Aufstellen und Befüllen

Hast Du Dein Igelhaus fertig aufgebaut? Dann ist es höchste Zeit, es aufzustellen und gemütlich für Deinen kleinen Gartenbewohner einzurichten!
 
Suche hierfür einen möglichst geschützten Ort aus. Am besten eignen sich windgeschützte Plätze unter Hecken, Sträuchern oder Bäumen. Wenn Du Dich für eine Stelle entschieden hast, trage hier die oberste Bodenschicht ab und gleiche den entstandenen Höhenunterschied mit einem Gemisch aus Sand und Kies aus. Anschließend lege Blätter oder flache Steine darüber aus und platziere dann das Häuschen mit der Öffnung zur wetterabgewandten Seite.

Jetzt kannst Du das Igelhaus befüllen. Hierzu eignet sich am besten Laub. Verteile es großzügig innerhalb und außerhalb des Häuschens. Außen dient es vor allem zum Schutz vor Witterung und sorgt dafür, dass das Igelhaus mehr seiner Umgebung gleicht. Auch Moos, kleine Steinchen oder dünne Äste sind gut dafür geeignet.

Achtung: Stroh oder Heu solltest Du besser nicht verwenden, da die spitzen Halme bei einem kleinen Igelchen schnell zu Verletzungen führen können. Auch künstliche Begrünung ist nicht geeignet.

Die Reinigung nach dem Winterschlaf

Wenn sich über den Winter ein kleines Igelchen in Deinem selbstgebauten Häuschen eingenistet hat, solltest Du es zum Frühlingsbeginn reinigen. Entferne zunächst das alte Laub und dann schrubbe die Innen- und Außenwände des Igelhauses mit heißem Wasser und einer Wurzelbürste ab. Anschließend muss es gut trocknen, bis Du es mit neuem Nistmaterial befüllen kannst. Achte darauf, dass Du beim Reinigen keine chemischen Putzmittel verwendest und Handschuhe trägst.

Wenn alles wieder schön sauber ist, platziere das Igelhäuschen wieder an seinem ursprünglichen Platz. Igel sind sehr standorttreue Tiere und nutzen das Haus ggf. auch im Frühling und Sommer als sicheren nächtlichen Schlafplatz.

Übrigens: Alternativ zu einem Igelhaus aus Holz kannst Du auch ein Igelhaus aus Ziegelsteinen aufstapeln und mit einer Platte abdecken oder einfach einen Laubhaufen in Deinem Garten mit Ästen stabilisieren. Auch hier ist Dein kleiner Gartenbewohner in der kalten Jahreszeit gut aufgehoben.
Viel Spaß beim Bauen!

Hier geht’s weiter:

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